Hochinzidenzgebiete

Was bei Hochrisikogebieten beachten?

JUREBU erklärt hier, was ein Hochrisikogebiet (ehemals Hochinzidenzgebiet) ist und was Sie beachten müssen.

Was ist ein Hochrisikogebiet?

Ein Hochrisikogebiet ist laut RKI eine Region mit besonders hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Fallzahlen für die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2. Verglichen werden

  • 7-Tagesinzidenz (deutlich über 100),

  • Ausbreitungsgeschwindigkeit,

  • Hospitalisierungsrate,

  • Testrate und Positivitätsrate,

  • epidemiologische Daten,

  • besonders aggressive Corona Mutanten,

  • erhöhtes Risiko für die Gesundheit.

Neue Coronavirus-Einreiseverordnung ab 1. August 2021

Für Einreisende aus Corona Hochrisikogebieten sind in der neuen Coronavirus-Einreiseverordnung strengere Regeln vorgesehen. Für eine Einreise in Deutschland unterliegen Sie einer Anmeldepflicht, speziellen Nachweispflicht und Quarantänepflicht. So soll der Eintrag des COVID-19 (SARS-CoV-2) in Deutschland begrenzt werden. Lesen Sie, was Sie bei Einreise aus einem Hochrisiko-Gebiet beachten müssen:

Anmeldepflicht bei Einreise in Deutschland

Wenn Sie sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben, sind Sie zu einer Digitalen Einreiseanmeldung verpflichtet. Hierfür müssen Sie Ihre Daten auf der Website Digitale Einreiseanmeldung eingeben und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.

Absonderungspflicht - Quarantäne

  • Wenn Sie sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich unverzüglich nach der Einreise 10 Tage absondern.

  • Die Absonderung endet vor dem Ablauf von zehn Tagen für genesene, geimpfte oder getestete Personen, wenn diese den Genesenennachweis, den Impfnachweis oder den Testnachweis nach § 7 Absatz 4 Satz 1 an die zuständige Behörde übermitteln.

  • Im Fall der Übermittlung eines Testnachweises darf die zugrundeliegende Testung frühestens fünf Tage nach der Einreise erfolgt sein.

  • Bei Personen, die das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Absonderung fünf Tage nach der Einreise.

  • Bei Fragen zu der für Sie geltenden Quarantäneregelung und ggf. für Sie geltende Ausnahmeregelungen wenden Sie sich bitte an das Sie betreffende Bundesland.

  • Bestimmungen der jeweiligen Bundesländer können sind auf der folgenden Webseite verlinkt: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-bundeslaender-1745198.

Generelle Nachweispflicht

Reisende, die das zwölfte Lebensjahr vollendet haben, müssen einen Testnachweis, Impfnachweis oder Genesenennachweis mit sich führen und im Falle der Inanspruchnahme eines Beförderers diesem den Nachweis zum Zwecke der Beförderung vorlegen. Die Nachweise müssen über das Einreiseportal unter https://www.einreiseanmeldung.de hochgeladen werden. Die generelle Nachweispflicht gilt unabhängig von der Art des Verkehrsmittels. Es ist egal, ob Sie sich in einem Hochrisiko- bzw. Virusvariantengebiet aufgehalten haben.

Welche Coronatests werden akzeptiert?

Antigen-Teste zum direkten Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 werden grundsätzlich aus allen Ländern anerkannt, sofern sie die von der WHO empfohlenen Mindestkriterien für die Güte von SARS-CoV-2-Ag-Schnellteste erfüllen. Hierzu zählen Tests, die eine ≥80% Sensitivität und ≥97% Spezifität, verglichen mit PCR-Tests, erreichen (WHO: Antigen-detection in the diagnosis of SARS-CoV-2 infection using rapid immunoassays. Interim guidance, 11 September 2020).

Folgende Testverfahren der Nukleinsäure-Amplifikationstechnik zum direkten Nachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 werden derzeit grundsätzlich aus allen Staaten der Europäischen Union akzeptiert: PCR, LAMP1, TMA.

Verschärfte Kontrollen durch die Bundespolizei

Die Bundespolizei hat seit 24. Januar die Kontrollen bei Einreisen am Frankfurter und Münchner Flughafen verstärkt. Vor allem die Flüge aus den 25 Hochinzidenz-Gebieten werden konsequent kontrolliert. Reisende aus diesen Ländern werden direkt am Flugzeug und noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle überprüft. Neben der Bundespolizei (Einreisekontrolle am Flughafen oder grenznahe Kontrollen bei Einreise auf dem Landweg) dürfen Airlines den Corona-Test verlangen.

Coronatest durch die Airline

Wenn Sie keinen Nachweis im Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet erhalten, können Beförderer vor Abreise einen Coronatest durchführen oder durchführen lassen und im Fall einer Negativtestung eine Beförderung vornehmen. Der Abstrich für diesen Test durch den Beförderer darf bei Einreisen aus einem Virusvarianten-Gebiet höchstens 12 Stunden vor Abreise erfolgen.

Anforderungen an den Coronatest

Der Nachweis über ein negatives Testergebnis oder entsprechendes ärztliches Zeugnis ist auf Papier oder in einem elektronischen Dokument, jeweils in deutscher, englischer oder französischer Sprache zu erbringen. Der durchgeführte Test muss die Anforderungen an den Coronatest des RKI erfüllen.

Welche Regionen sind Hochrisikogebiete? (Stand 12.09.2021)

  • Ägypten (seit 24.01.2021)

  • Albanien (seit 05.09.2021)

  • Algerien (seit 08.08.2021)

  • Aserbaidschan (seit 05.09.2021)

  • Bahrain (seit 14.02.2021)

  • Bangladesch (seit 08.08.2021)

  • Bosnien und Herzegowina (ab 12.09.2021)

  • Botswana (seit 01.08.2021)

  • Brasilien (seit 22.08.2021)

  • Chile (seit 03.04.2021)

  • Costa Rica (seit 09.05.2021)

  • Dominica (seit 22.08.2021)

  • Eswatini (seit 01.08.2021)

  • Fidschi (seit 11.07.2021)

  • Frankreich: die folgenden Regionen und französischen Überseegebiete gelten als Hochrisikogebiete ab 08.08.2021: Provence-Alpes-Côte d'Azur, Guadeloupe, Martinique, St. Barthélemy, St. Martin, Französisch-Guayana, Französisch-Polynesien

  • Georgien (seit 27.07.2021)

  • Grenada (ab 12.09.2021)

  • Guatemala (seit 05.09.2021)

  • Haiti (seit 08.08.2021)

  • Honduras (seit 08.08.2021)

  • Indien (seit 6.7.2021)

  • Indonesien (ab 18.07.2021)

  • Irak (seit 08.08.2021)

  • Iran (seit 24.01.2021)

  • Irland –die Regionen Border und West (seit 22.08.2021)

  • Israel (seit 15.08.2021)

  • Jamaika (seit 29.08.2021)

  • Japan (seit 05.09.2021)

  • Kasachstan (seit 08.08.2021)

  • Kenia (seit 15.08.2021)

  • Kolumbien (seit 24.01.2021)

  • Korea (Demokratische Volksrepublik) (seit 08.08.2021)

  • Kosovo (seit 22.08.2021)

  • Kreta (seit 24.08.2021)

  • Kuba (ab 18.07.2021)

  • Lesotho (seit 01.08.2021)

  • Libyen (ab 18.07.2021)

  • Malawi (seit 01.08.2021)

  • Malaysia (seit 13.06.2021)

  • Marokko (seit 08.08.2021)

  • Mexiko (seit 08.08.2021)

  • Mongolei (seit 13.06.2021)

  • Montenegro (seit 15.08.2021)

  • Mosambik (seit 01.08.2021)

  • Myanmar (seit 01.08.2021)

  • Niederlande inkl. der autonomen Länder und der karibischen Teile des Königreichs der Niederlande: Aruba, Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius, Sint Maarten, Saba (seit 27.07.2021)

  • Nepal (seit 07.07.2021)

  • Nicaragua (ab 12.09.2021)

  • Nordmazedonien (seit 22.08.2021)

  • Norwegen – die Provinzen Oslo und Viken (ab 12.09.2021)

  • Palästinensischen Gebiete (seit 05.09.2021)

  • Papua-Neuguinea (seit 08.08.2021)

  • Philippinen (seit 08.08.2021)

  • Portugal - Algarve, Lissabon (seit 07.07.2021)

  • Russische Föderation (seit 07.07.2021)

  • Sambia (seit 01.08.2021)

  • Senegal (seit 08.08.2021)

  • Serbien (seit 05.09.2021)

  • Seychellen (seit 14.02.2021)

  • Simbabwe (seit 01.08.2021)

  • Spanien außer Asturien, Kastilien-La Mancha, Katalonien, Valencia sowie Kanaren, aber inklusive Balearen (seit 27.07.2021)

  • Sri Lanka (seit 05.09.2021)

  • St. Kitts und Nevis (seit 29.08.2021)

  • St. Lucia (seit 29.08.2021)

  • Südafrika (seit 01.08.2021)

  • Sudan (seit 31.01.2021)

  • Südliche Ägäis - Andros, Kalymnos, Karpathos-Kasos, Kea-Kythnos, Kos, Milos, Mykonos, Naxos, Paros, Rhodos, Syros, Thira und Tinos (seit 24.08.2021)

  • Suriname (seit 23.05.2021)

  • Syrische Arabische Republik (seit 31.01.2021)

  • Tadschikistan (seit 08.08.2021)

  • Tansania inklusive Sansibar (seit 14.03.2021)

  • Thailand (seit 08.08.2021)

  • Trinidad und Tobago (seit 08.08.2021)

  • Tunesien (seit 25.04.2021)

  • Türkei (ab 17.08.2021)

  • Turkmenistan (seit 08.08.2021)

  • Usbekistan (seit 08.08.2021)

  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete (seit 07.07.2021)

  • Vereinigte Staaten von Amerika (seit 15.08.2021)

  • Vietnam (seit 15.08.2021)

  • Zypern (seit 11.07.2021)

Informationen über Corona Risiko-Gebiete

Mehr Informationen über Corona Risiko Gebiete. Zu den aktuellen Informationen des RKI geht es hier: Coronavirus SARS-CoV-2

Was ist in der Corona Pandemie bei einer Reisebuchung zu beachten

  • Besser kurzfristig statt langfristig buchen. Die Situation ist zu dynamisch.

  • Vor der Reisebuchung: Informieren. Informieren. Informieren. Informationsquellen

  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) des Veranstalters studieren. Dort sind die Stornobedingungen enthalten. Wichtig ist vor allem, ob und bis wann eine Buchung kostenlos stornierbar ist. Einige große Reiseveranstalter haben ihre Stornobedingungen für neue Buchungen angepasst.

  • So flexibel wie nur möglich buchen. Mit Flex-Angeboten bieten manche Reiseveranstalter gelockerte Umbuchungs- und Stornoregelungen.

  • Nur kostenlos stornierbare Hotels buchen.

  • Kein Reiseziel mit Reisewarnung buchen, da die Reiserücktrittsversicherung nicht leistet.

  • Reiserücktrittsversicherung mit Corona-Versicherung inklusive Leistungen bei Quarantäne abschließen. Achtung! Viele Reiserücktrittsversicherungen enthalten Klauseln zu Krankheiten infolge Corona, die Leistungen vom Versicherungsschutz ausschließen. Am 11. März 2020 wurde Covid-19 als Pandemie eingestuft. Bei einer Erkrankung am Coronavirus nach dem 11. März 2020 ist bei Versicherungen, die eine solche Klausel enthalten, daher kein versicherter Rücktrittsgrund mehr gegeben.

COVID-19 - allgemeines Lebensrisiko

Eine grassierende Infektionskrankheit wie Influenza oder COVID-19 zählen nicht zu unver­meid­baren, außergewöhnlichen Umständen. Sie sind dem allgemeinen Lebensrisiko zuzuordnen. Prüfen Sie deshalb im Vorhinein, wie kulant ein Reiseveranstalter eine eventuelle Reisestornierung behandelt.

Wann kann eine Pauschalreise kostenlos storniert werden?

  • Das Pauschalreise-Gesetz fordert für eine kostenlose Reisestornierung „unver­meid­bare, außergewöhnliche Umstände“. Diese müssen objektiv gegeben sein und auch noch zum Zeit­punkt der Reise bestehen.

  • Die Zugehörig­keit zu Corona-Risiko­-Gruppen und eine damit einhergehende individuelle Gesund­heits­gefähr­dung spielen hierbei keine Rolle.

  • Das gilt auch, wenn Sie aus einer Region kommen, die als Risiko­-Gebiet, Hochinzidenz-Gebiet oder Virusvarianten-Gebiet ausgewiesen ist.

Wohin reisen trotz Corona

Auf der Corona Weltkarte finden Sie mögliche Reiseziele. Unter Corona Reisen gibt es einen Check für Ihren Corona Urlaub.

JUREBU, Gabriele Müller, Telefon +49 3535 242524, 9 bis 21 Uhr

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