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Löwe - König der Tiere

Löwen, die Symboltiere für Afrikas Savannen

Der Löwe, König der Tiere, ist ein Symbol für Stärke und Kraft, Intelligenz und Gefahr. Seit Jahrtausenden bilden Menschen Löwen ab. Erheben sie zu Wappentieren. Benennen Sternbilder nach ihnen. Setzen Sie als Palastwächter vor die Tore großer Paläste. Verehren sie als Götter. Die Sphinx bei den Pyramiden von Giseh ist ein Beispiel. Oder lassen sie Helden in Fabeln und Geschichten sein.

Löwenmähne

Löwenmähne
Löwenmähne CC, Wikipedia, Kevin Pluck

Auge in Auge mit dem König der Savanne

Löwen zu sehen, ist der Höhepunkt eines jeden Game Drives. Chancen bestehen frühmorgens oder abends in der Nähe von Wasserlöchern. Den Tag verdösen Löwen meist im Schatten eines Baumes. Ihr kilometerweit röhrendes Gebrüll, das bei den Männchen der Revierverteidigung dient und das Sie vielleicht während einer abendlichen Pirschfahrt in nächster Nähe zu hören bekommen, gehört zu den aufregendsten Erlebnissen in Afrika.

Der Afrikanische Löwe- König der Tiere

Der Löwe (Panthera leo) ist die zweitgrößte Raubkatze der Welt. Tiger sind größer, aber sie haben keine Mähne. Der Löwe hat eine Kopfrumpflänge von 170 bis 250 Zentimetern. Seine Schulterhöhe erreicht bis zu 123 Zentimeter und seine Schwanzlänge bis zu einem Meter. Ausgewachsene männliche Tiere wiegen durchschnittlich 190 Kilogramm. Löwinnen erreichen nur 140 bis 175 Zentimeter Kopfrumpflänge. Ihre Schulterhöhe misst 100 Zentimeter. Die Schwanzlänge ist mit 85 Zentimetern deutlich zierlicher. Sie wiegen nur rund 126 Kilogramm.

Löwen können vierzehn bis zwanzig Jahre alt werden. Meist erreichen nur Löwinnen ein solches Alter. Männchen werden lange vorher von einem jüngeren Konkurrenten getötet oder vertrieben, finden kein Rudel mehr und verhungern. Löwen sind die einzige gesellige Großkatzenart: Jedes Rudel besteht aus einem Männchen und mehreren Weibchen.

Sie leiden unter Lebensraumzerstörung, dem Rückgang an Beute wegen der Nachfrage nach Buschfleisch, unkontrollierter Trophäenjagd und jetzt auch noch unter der neuen Nachfrage nach Löwenknochen, die jene des Tigers in der traditionellen asiatischen Medizin ersetzen sollen.

Löwenrudel

Löwenrudel
Löwenrudel CC0, Pixabay.com

Lebensraum und Lebensweise des Afrikanischen Löwen

Die zweitgrößte Katze der Welt lebt als König der Savanne fast nur noch südlich der Sahara in Rudeln bis zu 30 Tieren. Die Löwen-Rudel werden stets von einem männlichen Tier angeführt. Dieser Löwe setzt Duftmarken und brüllt kilometerweit, um seinen Revieranspruch zu demonstrieren. Der Rest der Rudelmitglieder besteht aus Weibchen und deren Jungen. Häufig auch aus einigen noch jüngeren Löwen, die für die Verteidigung des Nachwuchses zuständig sind. Bei Eintritt der Paarungsfähigkeit im Alter von etwa zwei bis drei Jahren werden sie jedoch vom dominanten Männchen vertrieben. Es ist die einzige Wildkatze, die in Gruppen bis zu 30 Tieren – meist sind die Rudel jedoch kleiner – lebt und gemeinschaftlich auf Jagd gehtEr lebt in Rudeln.

Löwenmähne

Die Haarpracht der Löwen-Männchen hat Menschen und Löwinnen schon immer beeindruckt. Ein Männchen mit Mähne sieht herrschaftlich aus. Die Mähnen der Löwenmännchen schützen die kämpfenden Löwen vor den Prankenhieben der Kontrahenten. Lange und dunkle Mähnen sind ein Zeichen guter Verfassung und Kampfeskraft. Hormonstatus und Ernährungszustand wirken sich auf Dichte und Länge der Mähne aus. Weibchen bevorzugen Männchen mit längeren und dunklen Mähnen. Im Okavangodelta in Botswana wurden übrigens Löwinnen gesichtet, die wie männliche Tiere aussehen und sich auch so benehmen.

Nahrung des Afrikanischen Löwen

Löwen und Löwinnen jagen meist bei Dunkelheit oder in den kühlen Morgenstunden in einem Revier von bis zu 400 Quadratkilometern. Sie können nachts wegen ihrer perfekt ausgebildeten Augen viel besser sehen als andere Tiere. Zu den Beutetieren gehören Antilopen, Gazellen, Gnus, Büffel und Zebras, aber auch Hasen, Vögel und manchmal Fische. In manchen Gegenden schlagen Löwen auch halbwüchsige Elefanten und Flusspferde, z. B. im Chobe-Nationalpark Botswana, oder auch Giraffen (meist Jungtiere).

Löwennahrung

Löwennahrung
Löwennahrung CC0, Pixabay.com

Paarung des Afrikanischen Löwen

Löwen erreichen ihre soziale Geschlechtsreife im Alter von zwei bis drei Jahren, ihre physiologische in 18 Monaten. Um die Paarungsbereitschaft eines Weibchens festzustellen, benutzt der männliche Löwe das Jacobson-Organ am oberen Gaumen. Dazu zieht der Löwe die Oberlippe zurück und öffnet leicht das Maul. Dieser Vorgang wird auch als Flehmen bezeichnet. Lässt eine Löwin die Kopulation zu, paaren sich beide alle 15 Minuten zirka 40 Mal am Tag. Ein Kopulationsakt dauert etwa 30 Sekunden. Die Paarungsbereitschaft der Löwin endet nach etwa fünf Tagen. Nach vier Monaten werden bis zu vier Jungtiere blind in einem abseits vom Rudel gelegenen Versteck geboren. Sie verbringen dort die ersten sechs bis acht Lebenswochen. In dieser Zeit geht die Löwin allein auf Jagd. Während ihrer Abwesenheit fallen die Jungtiere nicht selten Hyänen zum Opfer. Nach maximal acht Wochen führt die Löwin ihre Jungen zum Rudel. Die jungen Löwen saugen ab diesem Zeitpunkt nicht nur bei der Mutter, sondern auch bei den anderen Löwinnen. Für die Erziehung der Jungen sind alle weiblichen Mitglieder des Rudels verantwortlich. Im Alter von sechs Monaten werden Löwenjunge entwöhnt. Sie bleiben dann noch ungefähr zwei Jahre bei der Mutter.

Löwenbaby

Löwenbaby
Löwenbaby CC0, Pixabay.com

Feinde des Afrikanischen Löwen

Männliche Löwen töten den Nachwuchs ihres Vorgängers, falls diese ein Rudel erobern. Revierkämpfe enden nicht selten mit dem Tod eines Rivalen. Ausgewachsene und gesunde Löwinnen müssen keine natürlichen Feinde außer den Menschen fürchten. Die Ausdehnung und Nutzung des Landes als Viehweide oder landwirtschaftliche Anbauflächen nimmt den Löwen ihren natürlichen Lebensraum. Die Zahl der noch freilebenden Afrikanischen Löwen wird derzeit auf etwa 16.000 bis 30.000 geschätzt, die überwiegend in den Schutzgebieten Süd- und Ostafrikas leben. In Westafrika sind Löwen inzwischen vom Aussterben bedroht. Menschliche Jagd sowie der Handel mit Körperteilen von Löwen für angeblich medizinische Zwecke dezimieren die Löwenpopulationen zusätzlich stark.

Wo leben Löwen?

Nur noch in fünf Teilgebieten liegt die Zahl der Löwen über 1.000 Tiere. Die Selous Game Reserve Tansania in Tansania hat 4.000 Löwen, afrikaweit die meisten. Dann folgen Kenia, Südafrika, Botswana und Simbabwe. Welche Konflikte daraus erwachsen, zeigt sich gut am Beispiel Tansanias. Vor allem in den dichter besiedelten Landesteilen raubt die oft unkontrollierte Bejagung von Wild den Katzen die Beute. Statt an Zebras oder Antilopen müssen Löwen kleinere Warzenschweine jagen, die auf den Feldern nach Fressbarem suchen. Dort treffen die Löwen schließlich auf Kleinbauern, die nachts Wache halten, um ihre Ernten zu schützen. Nur zu häufig endet das fatal für die Menschen: Allein zwischen 1990 und 2005 starben mehr als 500 Personen durch Löwenattacken, was umgekehrt zu gezielten Abschüssen führt, um die Gefahr auszuschalten.

Wo treffen Sie auf Löwen?

  • Botswana,
  • Namibia,
  • Südafrika,
  • Simbabwe,
  • im Serengeti Nationalpark und in der Selous Game Reserve Tansania,
  • im südafrikanischen Krüger National Park,
  • Ghana,
  • Burkina Faso,
  • Mali,
  • Benin,
  • Niger,
  • Kamerun
  • West- und Zentralafrika.

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