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Leopard

Informationen über den Leopard

MERKMALE / EIGENSCHAFTEN / STECKBRIEF

Dem jeweiligen Lebensraum entsprechend unterscheiden sich die einzelnen Leoparden sehr stark hinsichtlich Größe und Gewicht. So sind die Leoparden, die den Urwald bewohnen, zumeist kleiner und zugleich stämmiger als die in der Regel schlankeren und hochwüchsigen Leoparden der Steppen und Savannen. Im Schnitt erreichen die Männchen bei einer Schulterhöhe von bis zu 80 cm ein Gewicht von bis zu 90 Kilogramm, während die Weibchen nur etwa halb so schwer sind.
Leoparden sind an ihrer charakteristisch gefleckten Fellzeichnung zu erkennen. Schwarze Tiere, die mitunter als eher seltene Farbvariante geboren werden, nennt man Panther. Der Leopard sieht äußerlich dem Jaguar, verbreitet auf dem amerikanischen Doppelkontinent, ähnlich. Er ist jedoch nicht so kräftig gebaut wie dieser und besitzt einen wesentlich längeren Schwanz. Im Gegensatz zum Gepard ist er jedoch kräftiger und weist andere anatomische Ausprägungen aus.



Als passionierter Einzelgänger durchstreift der Tansanianische Leopard ein Territorium von bis zu über 100 Quadratkilometern. Die Reviergröße ist in erster Linie von der Beutedichte sowie vom Geschlecht abhängig. So beanspruchen Weibchen ein Gebiet von durchschnittlich nur fünf bis dreißig Quadratkilometern. Die einzelnen Reviere überschneiden sich hierbei recht häufig.

ERNÄHRUNG / BEUTE / JAGD

Der Tansanianische Leopard erbeutet vorwiegend mittelgroße Tiere, die zwischen 30 und 50 Kilogramm schwer sind. Zu seiner Leibspeise zählen Impalas und andere Antilopenarten. Ausgewachsene Zebras, Gnus und Büffel stehen nur ausgesprochen selten auf dem Speiseplan der gefleckten Großkatze, da diese Tiere schlichtweg zu groß sind, während Käfer, Vögel und Reptilien hin und wieder auch als Nahrung dienen. Anders als der Löwe verbringt der Leopard einen Großteil seines Lebens auf Bäumen. Dort bringt er oftmals auch seine Beute vor Löwen und Hyänen in Sicherheit. Neben der Technik des Anschleichens beherrscht der Leopard auch die Ansitzjagd. Hierbei lauert die viertgrößte Katze der Welt ihrer Beute aus einem Versteck auf, manchmal warten die Leoparden auch, bis eine Herde Antilopen unter ihrem Ansitzbaum vorbeizieht, um dann im richtigen Augenblick von oben aus anzugreifen.

Bei der Anschleichjagd können Leoparden mit sehr schnellem Antritt die ersten Meter überwinden, jedoch sind die meisten Beutetiere auf mittlerer Distanz bereits wieder schneller. Daher versucht der Leopard die Distanz vor dem Angriff so gut wie möglich zu verkürzen.

FORTPFLANZUNG / PAARUNG

Während der Paarungszeit werden die ansonsten als Einzelgänger lebenden Leoparden zumindest für etwa acht bis neun Tage gesellig. Durch Duftnoten an Felsen, Bäumen und Büschen signalisiert die Leopardin ihre Paarungsbereitschaft. Männchen und Weibchen paaren sich während der Zeit ihres Zusammenseins mehrmals miteinander. Die anschließende Tragzeit beträgt 90 bis 105 Tage. Die zwei bis vier etwa 500 Gramm schweren Jungleoparden kommen in einem geschützten Versteck zur Welt, zumeist ist dies eine Höhle, eine Bodenvertiefung oder ein Dickicht.

Die Kälber werden nach einer Tragzeit von etwa 340 Tagen geboren, wobei in der Regel nur ein einziges Jungtier zur Welt gebracht wird. Da die männlichen Jungtiere normalerweise nur die ersten beiden Lebensjahre in der Herde der Mutter verbringen, existieren darüber hinaus so genannte Junggesellenherden, in denen sich die heranwachsenden Bullen zusammenschließen, ehe sie mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif werden. Die weiblichen Jungtiere bleiben zumeist ein Leben lang in der Herde, in die sie hineingeboren wurden.

VERBREITUNG / LEBENSRAUM UND FEINDE

Leoparden waren früher in vielen Teilen der Welt verbreitet. Während die Großkatze mit dem charakteristisch gefleckten Fell vielerorts ausgestorben ist, leben heute die größten Populationen südlich der Sahara, wobei es sich Schätzungen zufolge um mehrere hunderttausende Exemplare handeln soll. Als häufigste Großkatze Afrikas ist der Leopard zumindest in Afrika und somit auch in Tansania in seinem Bestand nicht mehr bedroht, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass sich die Einstellung des Menschen zu diesem faszinierend schönen Geschöpf im Laufe der letzten Jahre drastisch gewandelt hat. So haben die Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei ihre Wirkung ebenso zu Gunsten des Leoparden entfaltet wie auch das geänderte Modebewusstsein, das eine stark verringerte Nachfrage bezüglich der Pelzbekleidung zur Folge hat. Des Weiteren hat ein ausgewachsener und gesunder Leopard kaum natürliche Feinde zu fürchten.

Die Chance, „alle Fünfe“ in nur einem Wildpark oder bei einem einzigen Game Drive zu Gesicht zu bekommen, ist selten und noch am ehesten in einem Private Game Reserve möglich. Öffentliche Parks mit den Big Five sind zum Beispiel der Kruger National Park, Hluhluwe-Imfolozi in KwaZulu-Natal und der Pilanesberg National Park in der North West Province. In allen Big-Five-Parks müssen Sie das Indemnity-Formular unterschreiben, das die Verantwortlichen vor Schadenersatzforderungen jeglicher Art entbindet, also wenn es zum Beispiel zu gefährlichen Begegnungen mit Raubtieren kam.

nur fünf Teilgebieten liegt die Zahl der Löwen über 1000 Tiere und damit in einem einigermaßen sicheren Bereich: Drei davon befinden sich in Tansania und Kenia – darunter das Selous-Reservat mit mehr 4000 Tieren, je einer in Südafrika und Botswana/Simbabwe.

Welche Konflikte daraus erwachsen, zeigt sich gut am Beispiel Tansanias, das afrikaweit immer noch die meisten Löwen beherbergt. Vor allem in den dichter besiedelten Landesteilen raubt die oft unkontrollierte Bejagung von Wild den Katzen die Beute: Statt an Zebras oder Antilopen müssen sich die Tiere an die kleineren Warzenschweine halten, die wiederum bevorzugt auf den zahlreichen Feldern nach Fressbarem suchen. Dort treffen die Löwen schließlich auf Kleinbauern, die nachts Wache halten, um ihre Ernten zu schützen. Nur zu häufig endet das fatal für die Menschen: Allein zwischen 1990 und 2005 starben mehr als 500 Personen durch Löwenattacken, was umgekehrt zu gezielten Abschüssen führt, um die Gefahr auszuschalten.

Sterben die Löwen in Freiheit aus, verliert die Menschheit jedenfalls eine stete Quelle der Inspiration: Seit Jahrtausenden bilden wir sie ab, erheben sie zu Wappentieren, benennen Sternbilder nach ihnen, verehren sie als Götter – die Sphinx bei den Pyramiden von Giseh ist ein Musterbeispiel – oder bauen sie in Fabeln und Heldengeschichten ein. Der Verlust wäre also nicht nur ein ökologischer. Viel Zeit bleibt den Löwen und ihren Bewahrern aber wohl nicht mehr, befürchtet Andrew Jacobson von der Duke University: "Die nächsten zehn Jahre sind entscheidend nicht nur für die Löwen, sondern für die gesamte Artenvielfalt der afrikanischen Savannen. Um den Löwen überhaupt so etwas wie eine reelle Chance zu geben, müssen wir uns gewaltig anstrengen."

The Big Five in Africa - Leopard