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Big Five Afrika

Big 5 Safari Afrika

Einmal Auge in Auge mit dem König der Tiere stehen. Das größte Tier der Erde sehen.
Die Nationalparks und Reservate sind wegen der Big 5 und riesigen Tierherden weltberühmt. Erleben Sie die Big Five bei einer Big Five Safari. Die Wahrscheinlichkeit, die Big 5 Afrika zu entdecken, sind in Südafrika, Kenia, Simbabwe, Namibia, Tansania, Swasiland, Mosambik und Botswana besonders groß. Kombinieren Sie Safari und baden. Anfrage Big Five

Big Five Afrika

Big Five Afrika
Big Five Afrika

Savanne

Das Wort Savanne weckt Bilder von weiten Ebenen mit reichhaltigem Tierleben. Doch von diesem Ökosystem, dessen Fläche einst um ein Drittel größer war als jene der USA, blieb nur ein Viertel übrig", sagt Stuart Pimm von der Duke University bislang vermittelten Satellitenbilder, dass Afrikas Savannen größtenteils intakt seien – eine trügerische Sicherheit, so Jason Riggio, ebenfalls Teil des Duke-Teams: "Anhand eigener Anschauung vor Ort wussten wir, dass die vorhandenen Karten falsch sind." Erst hoch aufgelöste Satellitenaufnahmen zeigten das wahre Ausmaß der menschlichen Einflussnahme: "Viele dieser Gebiete sind übersät mit kleinen Feldern und ausgedehnten, wenngleich dünn besiedelten Dörfern. Dort kann kein Löwe überleben." Seit 1960 habe sich die Zahl der afrikanischen Löwen um zwei Drittel auf heute nur noch maximal 35 000 Exemplare verringert

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Was sind die Big Five?

Als The Big Five bezeichneten Großwildjäger früher fünf prominente Großwildarten in Afrika. Es waren Elefant, Löwe, Büffel, Nashorn und Leopard. Sie ließen sich schwer jagen. Und ihre Jagd war sehr gefährlich. Auch heute geht es noch immer um Trophäen bei jeder Jagdsafari. Um die Stoßzähne der Elefanten. Oder um die Hörner der Nashörner. Um das beeindruckende Geweih der Büffel. Oder um das Fell der Löwen und Leoparden. Möglichst mit intaktem Kopf und aufgerissenem Maul.

Big 5 Safari Afrika

Großwildjagd

Durch die Reglementierung der Großwildjagd konnten sich die Tierbestände der Big 5 Afrika erholen. Ohne diese Regulierung wären die imposanten Tiere bereits ausgestorben. Besonders die Population der afrikanischen Elefanten hat zugenommen. Doch nach wie vor gehören Löwen zu den begehrtesten Zielen von Trophäenjägern. Tansania ist eines der wichtigsten Ziele für Trophäenjäger.

Wilderei

Doch durch extreme Wilderei sind die Bestände der Big Five bedroht. 65.000 Elefanten wurden 2015 in Tansania abgeschlachtet. Die Zahl der Elefanten in Tansania wurde in nur fünf Jahren dramatisch dezimiert. Die Zahl der Dickhäuter sank seit 2009 um 60 Prozent der Gesamtpopulation. Diese Daten gehen aus Erhebungen des Tanzania Wildlife Research Institute hervor. Im Ruaha-Rungwa-Gebiet nahmen die Bestände besonders drastisch ab. Dort sank die Population allein seit 2013 von 20.000 auf 8500 Exemplare. Als Hauptursache wird der Handel mit Elfenbein gesehen. Besonders stark ist die Altersgruppe von Elefanten über 40 Jahre mit großen Stoßzähnen zurückgegangen.

Der Afrikanische Elefant

Das größte lebende Landsäugetier ist der Afrikanische Elefant (Loxodonta africana). Ausgewachsene Elefantenbullen werden bis zu vier Meter groß. Sie wiegen bis zu 7,5 Tonnen.

Vergleich mit Asiatischem Elefant

Der Asiatische Elefant (Elephas maximus) ist das zweitgrößte Landtier der Erde. Er erreicht nur eine Schulterhöhe von 2 bis 3,50 Meter und ein Gewicht von 2.000 bis 5.500 Kilogramm. Die Ohren sind kleiner. Die Haut ist weniger runzlig. Die Rüsselspitze hat einen Finger. Die Vorderbeine haben 5 Zehen, die Hinterbeine 4 bis 5. Nur die Bullen haben ausgeprägt lange Stoßzähne. Die Kühe rudimentäre oder gar keine.

Elefantenherde

Elefantenherde mit Leitkuh
Elefantenherde mit Leitkuh CC0 Pixabay.com

Lebensraum des Afrikanischen Elefanten

Einst lebten 20 Millionen Elefanten in Afrika, jetzt sind es noch 350.000. Ursache ist die Wilderei. Afrikanische Elefanten sind heute nur noch in Nationalparks in Ostafrika, den südlichen und westlichen Gebieten Afrikas anzutreffen. Ansonsten wurden sie ausgerottet. Weibliche Afrikanische Elefanten leben in kleinen Herden von etwa zehn Kühen und Kälbern. Eine erfahrene Elefantenkuh führt die Herde an. Die jungen Bullen werden mit etwa acht Jahren geschlechtsreif und dann verstoßen. Sie schließen sich zu Junggesellenherden zusammen.

Nahrung des Afrikanischen Elefanten

Afrikanische Elefanten benötigen zum Überleben viel Wasser, Schatten und 200 bis 300 Kilogramm Futter pro Tag. Auf ihrem Speiseplan stehen Blätter, Zweige, Rinden, Wurzeln, Holz, Gräser und Früchte. Sie fressen 20 Stunden am Tag. Und entledigen sich aller 45 Minuten.

Elefant Musth Bulle

Elefant Musth Bulle Sekretausscheidung
Elefant Musth Bulle Sekretausscheidung CC Wikipedia Masteraah

Paarung der Afrikanischen Elefanten

Während der "Pubertät" der Elefantenbullen, der "Musth", wird es gefährlich. Das passiert etwa im gleichen Alter wie beim Menschen. Die "Pubertät" dauert bis Ende des zweiten Lebensjahrzehnts an. Musthbullen durchbrechen dann mitunter jede Rangordnung. Halbwüchsige Bullen greifen Bullen größerer Statur, Nebenbuhler und andere Tiere an. Oder sogar Menschen. Und töten sie auch. Die Aggressivität tritt fast immer im Winter auf. Sie wird durch einen Testosteron-Schub ausgelöst. Dieser Zustand kann mehrere Monate anhalten. Geruchssignale sind erhöhte Urinausscheidung und Sekretabsonderungen aus den Schädeldrüsen. Bullen in der Musth nähern sich den Kühen und paaren sich mit ihnen.

Elefantengeburt

Nach rund 22 Monaten wird ein etwa zwei Zentner schweres Kalb geboren. Die Jungtiere werden ein Jahr gesäugt. Obwohl sie so klein sind, müssen auch sie auf Wanderschaft gehen.

Mutterelefant mit Elephantenbaby

Mutterelefant mit Elephantenbaby
Mutterelefant mit Elephantenbaby CC0 Pixabay.com

Feinde des Afrikanischen Elefanten

Wegen Größe und Stärke haben Afrikanische Elefanten nur den Menschen als gefährlichsten Feind. Schwache oder kranke Kälber werden Opfer von Hyänen oder Löwen. Manchmal werden auch ältere Tiere von Löwen angefallen.

Elefanten in afrikanischen Nationalparks

In Botswana sind insbesondere der Chobe-Nationalpark mit seinen großen Elefantenherden und das Central Kalahari Game Reserve, das zweitgrößte Wildreservat der Welt, lohnende Ziele einer Safari. Auch im angrenzenden Namibia kommen tier- und fotobegeisterte Safari-Reisende auf ihre Kosten. Besuchen Sie den weltbekannten Etosha-Nationalpark und beobachten Sie Giraffen, Nashörner, Leoparden, Löwen, Zebras und diverse Antilopen-Arten aus nächster Nähe.

Im Krüger-Nationalpark, dem größten Wildschutzgebiet Südafrikas, führt Ihre Safari Sie zu abwechslungsreichen Landschaften von Gras- und Baumsavannen über bewaldete Hügel und Flussläufe bis zu kargen Felsgebieten. Hier treffen Sie nicht nur auf die „Big Five“, sondern auch auf hunderte anderer Tierarten, darunter Impalas, Wasserböcke und Flusspferde sowie Hyänen und Nashörner.

Wo treffen Sie auf Elefanten?

  • Botswana (ca. 130.000)
  • Simbabwe (ca. 82.000)
  • Namibia,
  • Kenia (ca. 26.000)
  • Äthiopien,
  • Malawi,
  • Tansania,
  • Angola,
  • Mosambik,
  • Uganda,
  • Zentralafrikanischen Republik.

Auge in Auge mit dem König der Savanne

Auge in Auge mit dem Raubtier
Im Krugerpark bleibt es den Tieren überlassen, wie nah sie den Urlaubern kommen wollen. Im Privatpark fahren Ranger mitten ins Löwenrudel. Krugerpark gegen Privatreservat - ein Safari-Vergleich aus Südafrika.

Löwen zu sehen, ist der Höhepunkt eines jeden Game Drives. Chancen bestehen frühmorgens oder abends in der Nähe von Wasserlöchern. Den Tag verdösen Löwen meist im Schatten eines Baumes. Ihr kilometerweit röhrendes Gebrüll, das bei den Männchen der Revierverteidigung dient und das Sie vielleicht während einer abendlichen Pirschfahrt in nächster Nähe zu hören bekommen, gehört zu den aufregendsten Erlebnissen in Afrika.

Löwen, die Symboltiere von Afrikas Savannen

Der König der Savanne und König der Tiere ist ein Symbol für Stärke und Kraft, Intelligenz und Gefahr. Seit Jahrtausenden bilden Menschen Löwen ab. Erheben sie zu Wappentieren. Benennen Sternbilder nach ihnen. Setzen Sie als Palastwächter vor die Tore großer Paläste. Verehren sie als Götter. Die Sphinx bei den Pyramiden von Giseh ist ein Beispiel. Oder lassen sie Helden in Fabeln und Geschichten sein.

Der Afrikanische Löwe- König der Tiere

Der Löwe (Panthera leo) ist die zweitgrößte Raubkatze der Welt. Tiger sind größer, aber sie haben keine Mähne. Der Löwe hat eine Kopfrumpflänge von 170 bis 250 Zentimetern. Seine Schulterhöhe erreicht bis zu 123 Zentimeter und seine Schwanzlänge bis zu einem Meter. Ausgewachsene männliche Tiere wiegen durchschnittlich 190 Kilogramm. Löwinnen erreichen nur 140 bis 175 Zentimeter Kopfrumpflänge. Ihre Schulterhöhe misst 100 Zentimeter. Die Schwanzlänge ist mit 85 Zentimetern deutlich zierlicher. Sie wiegen nur rund 126 Kilogramm.

Löwen können vierzehn bis zwanzig Jahre alt werden. Meist erreichen nur Löwinnen ein solches Alter. Männchen werden lange vorher von einem jüngeren Konkurrenten getötet oder vertrieben, finden kein Rudel mehr und verhungern.
Löwen sind die einzige gesellige Großkatzenart: Jedes Rudel besteht aus einem Männchen und mehreren Weibchen.


Sie leiden unter Lebensraumzerstörung, dem Rückgang an Beute wegen der Nachfrage nach Buschfleisch, unkontrollierter Trophäenjagd und jetzt auch noch unter der neuen Nachfrage nach Löwenknochen, die jene des Tigers in der traditionellen asiatischen Medizin ersetzen sollen.

Löwenrudel

Löwenrudel
Löwenrudel CC0, Pixabay.com

Lebensraum und Lebensweise des Afrikanischen Löwen

Die zweitgrößte Katze der Welt lebt als König der Savanne fast nur noch südlich der Sahara in Rudeln bis zu 30 Tieren. Die Löwen-Rudel werden stets von einem männlichen Tier angeführt. Dieser Löwe setzt Duftmarken und brüllt kilometerweit, um seinen Revieranspruch zu demonstrieren. Der Rest der Rudelmitglieder besteht aus Weibchen und deren Jungen. Häufig auch aus einigen noch jüngeren Löwen, die für die Verteidigung des Nachwuchses zuständig sind. Bei Eintritt der Paarungsfähigkeit im Alter von etwa zwei bis drei Jahren werden sie jedoch vom dominanten Männchen vertrieben. Es ist die einzige Wildkatze, die in Gruppen bis zu 30 Tieren – meist sind die Rudel jedoch kleiner – lebt und gemeinschaftlich auf Jagd gehtEr lebt in Rudeln.

Löwenmähne

Löwenmähne
Löwenmähne CC, Wikipedia, Kevin Pluck

Löwenmähne

Die Haarpracht der Löwen-Männchen hat Menschen und Löwinnen schon immer beeindruckt. Ein Männchen mit Mähne sieht herrschaftlich aus. Die Mähnen der Löwenmännchen schützen die kämpfenden Löwen vor den Prankenhieben der Kontrahenten. Lange und dunkle Mähnen sind ein Zeichen guter Verfassung und Kampfeskraft. Hormonstatus und Ernährungszustand wirken sich auf Dichte und Länge der Mähne aus. Weibchen bevorzugen Männchen mit längeren und dunklen Mähnen. Im Okavangodelta in Botswana wurden übrigens Löwinnen gesichtet, die wie männliche Tiere aussehen und sich auch so benehmen.

Nahrung des Afrikanischen Löwen

Löwen und Löwinnen jagen meist bei Dunkelheit oder in den kühlen Morgenstunden in einem Revier von bis zu 400 Quadratkilometern. Sie können nachts wegen ihrer perfekt ausgebildeten Augen viel besser sehen als andere Tiere. Zu den Beutetieren gehören Antilopen, Gazellen, Gnus, Büffel und Zebras, aber auch Hasen, Vögel und manchmal Fische. In manchen Gegenden schlagen Löwen auch halbwüchsige Elefanten und Flusspferde, z. B. im Chobe-Nationalpark Botswana, oder auch Giraffen (meist Jungtiere).

Löwennahrung

Löwennahrung
Löwennahrung CC0, Pixabay.com

Paarung des Afrikanischen Löwen

Löwen erreichen ihre soziale Geschlechtsreife im Alter von zwei bis drei Jahren, ihre physiologische in 18 Monaten. Um die Paarungsbereitschaft eines Weibchens festzustellen, benutzt der männliche Löwe das Jacobson-Organ am oberen Gaumen. Dazu zieht der Löwe die Oberlippe zurück und öffnet leicht das Maul. Dieser Vorgang wird auch als Flehmen bezeichnet. Lässt eine Löwin die Kopulation zu, paaren sich beide alle 15 Minuten zirka 40 Mal am Tag. Ein Kopulationsakt dauert etwa 30 Sekunden. Die Paarungsbereitschaft der Löwin endet nach etwa fünf Tagen. Nach vier Monaten werden bis zu vier Jungtiere blind in einem abseits vom Rudel gelegenen Versteck geboren. Sie verbringen dort die ersten sechs bis acht Lebenswochen. In dieser Zeit geht die Löwin allein auf Jagd. Während ihrer Abwesenheit fallen die Jungtiere nicht selten Hyänen zum Opfer. Nach maximal acht Wochen führt die Löwin ihre Jungen zum Rudel. Die jungen Löwen saugen ab diesem Zeitpunkt nicht nur bei der Mutter, sondern auch bei den anderen Löwinnen. Für die Erziehung der Jungen sind alle weiblichen Mitglieder des Rudels verantwortlich. Im Alter von sechs Monaten werden Löwenjunge entwöhnt. Sie bleiben dann noch ungefähr zwei Jahre bei der Mutter.

Löwenbaby

Löwenbaby
Löwenbaby CC0, Pixabay.com

Feinde des Afrikanischen Löwen

Männliche Löwen töten den Nachwuchs ihres Vorgängers, falls diese ein Rudel erobern. Revierkämpfe enden nicht selten mit dem Tod eines Rivalen. Ausgewachsene und gesunde Löwinnen müssen keine natürlichen Feinde außer den Menschen fürchten. Die Ausdehnung und Nutzung des Landes als Viehweide oder landwirtschaftliche Anbauflächen nimmt den Löwen ihren natürlichen Lebensraum. Die Zahl der noch freilebenden Afrikanischen Löwen wird derzeit auf etwa 16.000 bis 30.000 geschätzt, die überwiegend in den Schutzgebieten Süd- und Ostafrikas leben. In Westafrika sind Löwen inzwischen vom Aussterben bedroht. Menschliche Jagd sowie der Handel mit Körperteilen von Löwen für angeblich medizinische Zwecke dezimieren die Löwenpopulationen zusätzlich stark.

Wo treffen Sie auf Löwen?

  • Botswana,
  • Namibia,
  • Südafrika,
  • Simbabwe,
  • im Serengeti Nationalpark und in der Selous Game Reserve Tansania,
  • im südafrikanischen Krüger Nationalpark,
  • Ghana,
  • Burkina Faso,
  • Mali,
  • Benin,
  • Niger,
  • Kamerun
  • West- und Zentralafrika.

Kaffernbüffel oder Afrikanischer Büffel

Der Kaffernbüffel (Syncerus caffer), auch Schwarzbüffel, Afrikanischer Büffel oder Steppenbüffel, ist ein Wildrind Afrikas. Weitere Wildrinder sind Savannen- bzw. Grasbüffel, Virunga-Büffel, Rotbüffel bzw. Waldbüffel. Kaum ein Tier der afrikanischen Wildnis wird in seiner Gefährlichkeit so verkannt wie der Kaffernbüffel. Er ist nach dem Nashorn für den Tod von Menschen, die durch Tiere getötet wurden, verantwortlich. Nicht Löwen oder andere Raubtiere! Vor allem verwundete oder ältere Einzelgänger, die in die Enge getrieben werden, greifen Menschen an. Allerdings werden Kaffernbüffel nur dann aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlen. Auf Safaris sind sie in der Regel sehr friedlich. Doch ist eine Büffelherde in Rage geraten, ist sie nicht mehr zu stoppen.

Kaffernbüffel in Afrika

Kaffernbüffel
Kaffernbüffel CC0, Pixabay.com

Merkmale des Kaffernbüffels

Charakteristisch sind der robuste Körperbau und die bis zu 1,50 Meter ausladenden, abwärts geschwungenen Hörner. Bullen des Kaffernbüffels erreichen eine Schulterhöhe von 1,5 bis 1,7 Metern. Ihre Kopf-Rumpf-Länge beträgt 2,4 bis 3,4 Meter. Sie wiegen bis zu 1.000 Kilogramm. Beide Geschlechter tragen ausladende Hörner über den Ohren. Kälber werden dicht behaart geboren. Das braune bis schwarze Fell wird mit zunehmendem Alter spärlicher. Alte Tiere sind fast nackt.

Lebensraum des Kaffernbüffels

Der Kaffernbüffel kommt in weiten Teilen des östlichen und südlichen Afrikas vor. Die größten Bestände existieren in Feuchtsavannen. Hier finden die Büffel ganzjährig Trinkwasser, Nahrung (Gräser) und Dickicht.

Schlammbad im Krüger Nationalpark

Kaffernbüffel im Krüger Nationalpark
Kaffernbüffel im Krüger Nationalpark CC0, Pixabay.com

Lebensweise der Kaffernbüffel

Kaffernbüffel leben in Herden von von einigen Dutzend bis mehreren Tausend Tieren. Die Herden bestehen aus miteinander verwandten Weibchen und ihren Jungtieren sowie Bullen unterschiedlichen Alters. Jahreszeit und Angebot an Nahrung und Wasser bestimmen die Herdengröße. Größere Herden gibt es in der feuchten, kleinere in der trockenen Jahreszeit. Sie bleiben über Jahre in ein und demselben Revier. Die hierarchische Struktur einer Herde besteht aus dominanten Weibchen. Sie führen die Herde an. Ihnen folgen Kühe mit sehr jungen Kälbern und Jungtieren. Tiere mit untergeordnetem Status laufen am Ende. Bullen leben einzeln oder schließen sich zu Junggesellengruppen mit einer Größe von 5 bis 10 Tieren zusammen. Die jungen Bullen kämpfen ständig um das Paarungsvorrecht.

Kaffernbüffel-Herden halten sich in Gebieten von 100 bis über 1000 Quadratkilometern auf. Innerhalb dieser Gebiete wandern sie zu Wasser- und Weidestellen. Im Krüger Nationalpark in Südafrika durchschnittlich 3,35 Kilometer täglich, in der Serengeti bis zu 30 Kilometer.

Typisch für Kaffernbüffel sind Schlammbäder, da sie schlecht an Hitze angepasst ist. Generell sind Kaffernbüffel eher still. Bekannte Lautäußerungen sind ein Grunzen und Schnaufen. Es wird ausgestoßen, wenn ein Tier alarmiert ist oder zu Laufen anfängt.

Fressender Kaffernbüffel

Fressender Kaffernbüffel
Fressender Kaffernbüffel CC0, Pixabay.com

Nahrung des des Kaffernbüffels

Der Afrikanische Büffel ist ein pflanzenfressender Wiederkäuer. Die Hauptnahrung besteht aus langhalmigen Gräsern, Wildkräutern, Akaziengewächsen und Büschen je nach Jahreszeit. Ein Büffel muss täglich rund 2,2 % seiner Körpermasse vertilgen. Das sind etwa 14 bis 15 Kilogramm. Da der Kaffernbüffel von Wasser abhängig ist, entfernt er sich selten weiter als 8 bis 20 Kilometer von offenen Wasserstellen. Auf der Suche nach Nahrung und Wasser durchstreifen Kaffernbüffel ihr angestammtes Territorium auf festen Routen. Afrikanische Büffel müssen jeden Tag abhängig von der Futtersituation ein- oder zweimal trinken.

Paarung des des Kaffernbüffels

Kaffernbullen sind mit 8 bis 9 Jahren voll geschlechtsreif, Kaffernkühe mit vier oder fünf Jahren. Bullen testen die Empfangsbereitschaft der Kühe durch Beschnuppern der Geschlechtsorgane oder des Urins. Die Paarung kann beim Kaffernbüffel prinzipiell das ganze Jahr über erfolgen. Paarungswillige Bullen legen ihr Kinn auf den Rumpf der Kuh und signalisieren so ihre Bereitschaft. Die Kuh wiederum erwidert dies durch Stillstehen und Schwanzbewegung. Die Kopulation währt eher kurz und wird innerhalb von 30 Minuten mehrfach wiederholt. Die Tragezeit der Kühe dauert bis zu 11,5 Monate. Das Geburtsintervall beträgt 15 bis 24 Monate. Meist kommt nur ein Kalb zur Welt, das 39 bis 41 kg schwer ist. Es wird ein bis anderthalb Jahre gesäugt. Der weibliche Nachwuchs verbleibt zumeist in der Herde, der männliche verlässt sie später. Das Geburtsgewicht schwankt leicht mit der Jahreszeit und dem Nahrungsangebot. In der Serengeti werden Paarungen von November und zunehmend bis Juli beobachtet.

Kaffernkuh mit Jungtier

Kaffernkuh mit Jungtier
Kaffernkuh mit Jungtier CC0, Pixabay.com

Feinde des Kaffernbüffels

Außer dem Menschen haben Kaffernbüffel wenige natürliche Feinde. In freier Wildbahn erreichen Sie ein Alter bis zu 20 Jahren. Kranke, alte oder noch sehr junge Büffel werden von Leoparden und Löwen bejagt. Gefährlich wird es für Büffel in Flüssen. Nilkrokodile fallen sie beim Trinken oder Durchqueren eines Flusses an. Außerdem sitzen zahlreiche Parasiten im Fell der Kaffernbüffel. Madenhacker befreien sie von Haut- und Fellschmarotzern. Die Vögel mit den gelben und roten Schnäbeln erhalten so Nahrung und Haare zum Nestbau.

Löwe als Feind des Kaffernbüffel

Löwe als Feind des Kaffernbüffels
Löwe als Feind des Kaffernbüffels CC, Wikipedia, Diamond Glacier Adventures

Wo finden Sie Kaffernbüffel?

Der Gesamtbestand an Kaffernbüffeln wird auf etwa 670.000 Tiere geschätzt. Anzutreffen sind sie im südlichen Äthiopien, im Nordosten von Somalia, am Mount Kenya in Kenia, Tansania, Uganda und im äußersten Osten und Südosten der Demokratischen Republik Kongo in Ostafrika. Sie leben auch in Sambia, Simbabwe, Mosambik, Südafrika, im Nordosten von Namibia und Süden von Botswana. Große Kaffernbüffel-Herden gibt es heute nur noch in Reservaten. Im Lake Manyara Nationalpark in Tansania kann der Kaffernbüffel mit rund 20 Tieren je Quadratkilometer auftreten. Im Ngorongoro Krater in Tansania liegt die Populationsdichte bei etwa 11, in der Serengeti bei 8 Tieren auf einer vergleichbar großen Fläche. Zu den bedeutendsten Schutzgebieten mit Kaffernbüffel gehören:

  • Serengeti National Park in Tansania,
  • Lake Manyara Nationalpark in Tansania,
  • Chobe Nationalpark in Botswana,
  • Hluhluwe iMfolozi Nationalpark in Südafrika,
  • Krüger Nationalpark in Südafrika,
  • Chebera Churchura Nationalpark in Äthiopien.

Breitmaulnashorn und Spitzmaulnashorn

Afrika ist die Heimat für zwei der fünf Nashorn-Arten (Rhinozerosse) weltweit. Auf dem Schwarzen Kontinent leben geschätzt 25.000 Breit- und Spitzmaulnashörner, davon mehr als 80% in Südafrika, die meisten von ihnen im Kruger National Park und im Hluhluwe-Imfolozi in KwaZulu-Natal. Etwa 5000 Tiere gehören privaten Wildparkbesitzern, www.rhinoowners.org.

Breitmaulnashorn (White Rhino) Die beiden Arten in Südafrika sind relativ leicht zu unterscheiden. Erkennungsmerkmal des selteneren Spitzmaulnashorns (Diceros bicornis) ist seine vorstreckbare Oberlippe, mit der es Blätter von Sträuchern und niedrigen Bäumen zupft. Auch werden seine beiden Hörner etwa gleich lang. Das Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) ist größer und das vordere Horn ist länger als das hintere. Spitzmaulnashörner leben im Gegensatz zu den in Kleingruppen auftretenden Breitmaulnashörnern eher als Einzelgänger und sind für ihre schlechte Laune und Angriffslust bekannt. Breitmaulnashörner haben breite, kantige Lippen, die es ihnen ermöglichen, mit niedergesenktem Haupt das Gras gut ausreißen zu können. Seine englische Bezeichnung „White Rhino“ beruht auf einer Falschübersetzung des afrikaansen „wyd mond neushoorn“, einem Nashorn mit „weitem“ oder „breitem“ Maul. Anhand der Farbe ihres Panzers sind die Arten nicht unterscheidbar. Nach den Elefanten sind Nashörner die gewaltigsten Landsäugetiere. Bullen können ein Gewicht von über 2000 kg und eine Körperhöhe von 1,8 m erreichen. Die grauen Kolosse wirken schwerfällig und plump, aber einmal in Fahrt gekommen, bringen sie auf über 40 km/h. Mit ihren zwei hintereinander stehenden, charakteristischen Hörnern vermögen sie eventuell angreifende Artgenossen in die Flucht zu schlagen. Sie haben keine natürlichen Feinde – außer dem Menschen. Ihre Existenz und Population war immer bedroht, wegen der Jagd auf das Horn und weil ihre Vermehrungsrate sehr gering ist.
Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum) die zweitgrößte Nashornart des afrikanischen Kontinents.

Nashörner leben bevorzugt in feuchten Graslandschaften an offenen Wasserstellen, denn sie walzen sich gerne im Schlamm, um Hautparasiten abzustreifen. Auf ihren Rücken setzen sich Madenhacker und picken Ungeziefer aus der dicken Haut, die keine Schweißdrüsen hat. Die Schlammbäder dienen deshalb auch zur Abkühlung. Die Panzertiere sehen schlecht, hören und riechen dafür aber umso besser und können 40 Jahre alt werden. Charakteristisch sind die Reviermarkierungen aus riesigen, breitgetretenen Dunghaufen. Beim Breitmaulnashorn dauert die Tragzeit 16 Monate, beim Spitzmaulnashorn 15 Monate. Ein Kalb wird geboren. Beim Breitmaulnashorn läuft das Kleine vor der Mutter, beim Spitzmaulnashorn hinter ihr.

Das in Tansania beheimatete Spitzmaulnashorn zählt wie alle Nashörner zu den Unpaarhufern und verfügt diesbezüglich an jedem der stämmigen Beine über drei kräftige, behufte Zehen. Die zwei Hörner des Spitzmaulnashorns bestehen weder aus Elfenbein noch aus Knochen, sondern aus einem speziellen Protein, einem Oberhautgebilde, das üblicherweise auch in Fell und Haaren vorhanden ist. Die ursprünglich stumpfen Hörner verformen sich im Laufe der Zeit durch Kämpfe mit anderen Nashörnern sowie durch Wetzen an Bäumen und am Boden zu einer Spitze.

Das Spitzmaulnashorn oder Schwarze Nashorn (Diceros bicornis) ist eine Säugetierart aus der Familie der Nashörner (Rhinocerotidae). Es ist nach dem Die bis zu 1.400 Kilogramm schweren Tiere sind Bewohner der Savannen und offenen Landschaften und heute unter anderem in Ost- und Südafrika zu finden. Dort ernähren sie sich überwiegend von weicher Pflanzenkost, dabei meist von verschiedenen Akazienarten. Dabei sind sie einzelgängerisch und leben in Territorien von bis zu 40 km⊃2; Größe. Ein weibliches Tier bringt wie bei allen Nashörnern üblich pro Wurf ein einzelnes Junges zur Welt, das bis zu zwei Jahre gesäugt wird. Der Ursprung des Spitzmaulnashorns liegt in Afrika und reicht bis zu 17 Millionen Jahre zurück, nahe Verwandte der Nashornart kamen aber auch während ihrer Stammesgeschichte in Ostasien vor. Die Nashornart wird aufgrund der Hörner stark bejagt und ist vom Aussterben bedroht.

Wenn das Nashorn durch die Steppe läuft, bebt die Erde, und die Stille, die nach ... und fliegende Nashorn strahlt vor Glück

Informationen über das Nashorn

MERKMALE / EIGENSCHAFTEN / STECKBRIEF

Das in Tansania beheimatete Spitzmaulnashorn zählt wie alle Nashörner (auch Rhinozeros genannt) zu den Unpaarhufern und verfügt diesbezüglich an jedem der stämmigen Beine über drei kräftige, behufte Zehen. Die zwei Hörner des Spitzmaulnashorns bestehen weder aus Elfenbein noch aus Knochen, sondern aus einem speziellen Protein, einem Oberhautgebilde, das üblicherweise auch in Fell und Haaren vorhanden ist. Die ursprünglich stumpfen Hörner verformen sich im Laufe der Zeit durch Kämpfe mit anderen Nashörnern sowie durch Wetzen an Bäumen und am Boden zu einer Spitze.

Nashorn mit Madenhackern
Nashorn mit Madenhackern auf dem Rücken

Nicht selten werden die Nashörner von Kuhreihern und Madenhackern begleitet, die mit den massigen Tieren in einer friedlichen Symbiose leben und deren ledrige Haut von lästigen Parasiten befreien. Die Tiere können ausgewachsen mehr als 1,5 Tonnen wiegen, dabei erreichen sie eine Länge von vier Metern und eine Schulterhöhe von 1,5 Metern. Nashörner besitzen eine dicke Haut, welche auch irrtümlich als Panzer bezeichnet wird, zum Schutz vor Dornen und Angriffen.



Nashörner sind stark kurzsichtig, sie können kaum weiter als 20 Meter sehen, dafür aber umso besser riechen und hören. Sie meiden die Nähe des Menschen und sind sehr scheu. Nashörner, die in die Enge getrieben werden, greifen ohne Vorwarnung an. Mit 45 Stundenkilometern ist der ansonsten recht behäbig wirkende und mehrere Tonnen schwere Dickhäuter alles andere als langsam.



Das Spitzmaulnashorn erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 350 cm – hinzu kommt noch ein bis zu 70 cm langer Schwanz. Die Schulterhöhe beträgt um die 160 cm. Das Gewicht variiert zwischen den Geschlechtern: Kühe werden in der Regel bis zu 900 kg schwer, während Bullen bis zu 1,4 t wiegen können. Damit ist es die kleinere der beiden afrikanischen Nashornarten. Allgemein haben sie einen robusten Körperbau mit kräftigen, kurzen Beinen. Diese enden wie bei allen heutigen Nashörnern in drei Zehen, wobei die Vorderfüße deutlich größer als die Hinterfüße sind. Die Rückenlinie weist ein leichtes Hohlkreuz auf. Markantestes Kennzeichen des Spitzmaulnashornes sind seine beiden Hörner, von denen das vordere größere auf der Nase (Nasalhorn) und das hintere kleinere auf der Stirn (Frontalhorn) sitzt.[1][2] [3]

Die Farbe der Haut des Spitzmaulnashorns ist überwiegend grau, kann aber auch einen gelblich-braunen bis dunkelbraunen Farbton annehmen, je nach Intensität der Sonneneinstrahlung. Dabei ist die Haut im Bereich des Bauches etwas heller gefärbt. Die Haut weist keine Falten auf mit Ausnahme am Ellenbogen und Knie sowie am Nacken hinter den Ohren. An den Körperseiten bilden sich teils rippenähnliche Falten.[4] Des Weiteren ist das Spitzmaulnashorn fast vollständig unbehaart, nur an den Ohren, den oberen und unteren Augenlidern und an der Schwanzspitze befinden sich Haaransätze. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zum Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum), der nächstverwandten Art, ist die namensgebende fingerförmige spitze Oberlippe, mit der das Spitzmaulnashorn Blätter und Zweige von Büschen zupft.[1][5

VERBREITUNG / LEBENSRAUM

Das Spitzmaulnashorn war früher in nahezu allen Savannen Afrikas verbreitet. In der heutigen Zeit ist es jedoch außer in Tansania nur noch in Namibia, Kamerun, Kenia und Simbabwe zu finden. In Swasiland, Malawi, Südafrika und Ruanda wurde es wieder eingebürgert.

ERNÄHRUNG / NAHRUNG

Das Nashorn ist ein Pflanzenfresser. Im Gegensatz zum Afrikanischen Breitmaulnashorn, das mit seinem breiten Maul das Gras vom Boden weidet, ernährt sich das Spitzmaulnashorn überwiegend von Laub und Zweigen, die es mit seiner zugespitzten Lippe von den Bäumen rupft. Die Leibspeise des massigen Pflanzenfressers sind Akazien. Der bevorzugte Lebensraum des Tansanianischen Nashorns bildet daher der Waldrand sowie Dornbuschsavannen mit reichlich Strauch- und Baumbewuchs.

FORTPFLANZUNG / PAARUNG

Als dämmerungs- und nachtaktives Tier lebt das Tansanianische Nashorn als Einzelgänger. Während der kurzen Brunft von nur wenigen Tagen finden die Bullen und Kühe jedoch zueinander. Während sich die Bullen außerhalb der Paarungszeit relativ friedlich begegnen, so kann es während der Brunft beim Streit um eine Nashornkuh zu mitunter tödlich endenden Kämpfen kommen.

Das Kalb erblickt nach etwa 450 Tagen Tragezeit mit einem Gewicht von 25 bis 40 Kilogramm das Licht der Welt und wird im Anschluss daran zwei Jahre lang von der Mutter gesäugt. Sind die Jungtiere geschlechtsreif, verlassen sie das Muttertier und werden selbständig. Weibliche Nashörner erreichen die Geschlechtsreife mit etwa fünf Jahren, männliche mit etwa acht Jahren. Das Tansanianische Nashorn kann mitunter 45 Jahre alt werden.

FEINDE

Mit Ausnahme des Menschen (Wilderei) haben die wehrhaften Nashörner fast keine natürlichen Feinde zu fürchten. Es ist sehr selten, dass ein junges Nashorn von einem Löwen erbeutet wird oder dass die Tiere beim Trinken einem hungrigen Krokodil zum Opfer fallen. Nashörner können ein Alter von bis zu 40 Jahren erreichen.

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Informationen über den Leopard

MERKMALE / EIGENSCHAFTEN / STECKBRIEF

Dem jeweiligen Lebensraum entsprechend unterscheiden sich die einzelnen Leoparden sehr stark hinsichtlich Größe und Gewicht. So sind die Leoparden, die den Urwald bewohnen, zumeist kleiner und zugleich stämmiger als die in der Regel schlankeren und hochwüchsigen Leoparden der Steppen und Savannen. Im Schnitt erreichen die Männchen bei einer Schulterhöhe von bis zu 80 cm ein Gewicht von bis zu 90 Kilogramm, während die Weibchen nur etwa halb so schwer sind.
Leoparden sind an ihrer charakteristisch gefleckten Fellzeichnung zu erkennen. Schwarze Tiere, die mitunter als eher seltene Farbvariante geboren werden, nennt man Panther. Der Leopard sieht äußerlich dem Jaguar, verbreitet auf dem amerikanischen Doppelkontinent, ähnlich. Er ist jedoch nicht so kräftig gebaut wie dieser und besitzt einen wesentlich längeren Schwanz. Im Gegensatz zum Gepard ist er jedoch kräftiger und weist andere anatomische Ausprägungen aus.



Als passionierter Einzelgänger durchstreift der Tansanianische Leopard ein Territorium von bis zu über 100 Quadratkilometern. Die Reviergröße ist in erster Linie von der Beutedichte sowie vom Geschlecht abhängig. So beanspruchen Weibchen ein Gebiet von durchschnittlich nur fünf bis dreißig Quadratkilometern. Die einzelnen Reviere überschneiden sich hierbei recht häufig.

ERNÄHRUNG / BEUTE / JAGD

Der Tansanianische Leopard erbeutet vorwiegend mittelgroße Tiere, die zwischen 30 und 50 Kilogramm schwer sind. Zu seiner Leibspeise zählen Impalas und andere Antilopenarten. Ausgewachsene Zebras, Gnus und Büffel stehen nur ausgesprochen selten auf dem Speiseplan der gefleckten Großkatze, da diese Tiere schlichtweg zu groß sind, während Käfer, Vögel und Reptilien hin und wieder auch als Nahrung dienen. Anders als der Löwe verbringt der Leopard einen Großteil seines Lebens auf Bäumen. Dort bringt er oftmals auch seine Beute vor Löwen und Hyänen in Sicherheit. Neben der Technik des Anschleichens beherrscht der Leopard auch die Ansitzjagd. Hierbei lauert die viertgrößte Katze der Welt ihrer Beute aus einem Versteck auf, manchmal warten die Leoparden auch, bis eine Herde Antilopen unter ihrem Ansitzbaum vorbeizieht, um dann im richtigen Augenblick von oben aus anzugreifen.

Bei der Anschleichjagd können Leoparden mit sehr schnellem Antritt die ersten Meter überwinden, jedoch sind die meisten Beutetiere auf mittlerer Distanz bereits wieder schneller. Daher versucht der Leopard die Distanz vor dem Angriff so gut wie möglich zu verkürzen.

FORTPFLANZUNG / PAARUNG

Während der Paarungszeit werden die ansonsten als Einzelgänger lebenden Leoparden zumindest für etwa acht bis neun Tage gesellig. Durch Duftnoten an Felsen, Bäumen und Büschen signalisiert die Leopardin ihre Paarungsbereitschaft. Männchen und Weibchen paaren sich während der Zeit ihres Zusammenseins mehrmals miteinander. Die anschließende Tragzeit beträgt 90 bis 105 Tage. Die zwei bis vier etwa 500 Gramm schweren Jungleoparden kommen in einem geschützten Versteck zur Welt, zumeist ist dies eine Höhle, eine Bodenvertiefung oder ein Dickicht.

Die Kälber werden nach einer Tragzeit von etwa 340 Tagen geboren, wobei in der Regel nur ein einziges Jungtier zur Welt gebracht wird. Da die männlichen Jungtiere normalerweise nur die ersten beiden Lebensjahre in der Herde der Mutter verbringen, existieren darüber hinaus so genannte Junggesellenherden, in denen sich die heranwachsenden Bullen zusammenschließen, ehe sie mit vier bis fünf Jahren geschlechtsreif werden. Die weiblichen Jungtiere bleiben zumeist ein Leben lang in der Herde, in die sie hineingeboren wurden.

VERBREITUNG / LEBENSRAUM UND FEINDE

Leoparden waren früher in vielen Teilen der Welt verbreitet. Während die Großkatze mit dem charakteristisch gefleckten Fell vielerorts ausgestorben ist, leben heute die größten Populationen südlich der Sahara, wobei es sich Schätzungen zufolge um mehrere hunderttausende Exemplare handeln soll. Als häufigste Großkatze Afrikas ist der Leopard zumindest in Afrika und somit auch in Tansania in seinem Bestand nicht mehr bedroht, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass sich die Einstellung des Menschen zu diesem faszinierend schönen Geschöpf im Laufe der letzten Jahre drastisch gewandelt hat. So haben die Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei ihre Wirkung ebenso zu Gunsten des Leoparden entfaltet wie auch das geänderte Modebewusstsein, das eine stark verringerte Nachfrage bezüglich der Pelzbekleidung zur Folge hat. Des Weiteren hat ein ausgewachsener und gesunder Leopard kaum natürliche Feinde zu fürchten.

Video Big Five

Die Chance, „alle Fünfe“ in nur einem Wildpark oder bei einem einzigen Game Drive zu Gesicht zu bekommen, ist selten und noch am ehesten in einem Private Game Reserve möglich. Öffentliche Parks mit den Big Five sind zum Beispiel der Kruger National Park, Hluhluwe-Imfolozi in KwaZulu-Natal und der Pilanesberg National Park in der North West Province. In allen Big-Five-Parks müssen Sie das Indemnity-Formular unterschreiben, das die Verantwortlichen vor Schadenersatzforderungen jeglicher Art entbindet, also wenn es zum Beispiel zu gefährlichen Begegnungen mit Raubtieren kam.

nur fünf Teilgebieten liegt die Zahl der Löwen über 1000 Tiere und damit in einem einigermaßen sicheren Bereich: Drei davon befinden sich in Tansania und Kenia – darunter das Selous-Reservat mit mehr 4000 Tieren, je einer in Südafrika und Botswana/Simbabwe.

Welche Konflikte daraus erwachsen, zeigt sich gut am Beispiel Tansanias, das afrikaweit immer noch die meisten Löwen beherbergt. Vor allem in den dichter besiedelten Landesteilen raubt die oft unkontrollierte Bejagung von Wild den Katzen die Beute: Statt an Zebras oder Antilopen müssen sich die Tiere an die kleineren Warzenschweine halten, die wiederum bevorzugt auf den zahlreichen Feldern nach Fressbarem suchen. Dort treffen die Löwen schließlich auf Kleinbauern, die nachts Wache halten, um ihre Ernten zu schützen. Nur zu häufig endet das fatal für die Menschen: Allein zwischen 1990 und 2005 starben mehr als 500 Personen durch Löwenattacken, was umgekehrt zu gezielten Abschüssen führt, um die Gefahr auszuschalten.

Sterben die Löwen in Freiheit aus, verliert die Menschheit jedenfalls eine stete Quelle der Inspiration: Seit Jahrtausenden bilden wir sie ab, erheben sie zu Wappentieren, benennen Sternbilder nach ihnen, verehren sie als Götter – die Sphinx bei den Pyramiden von Giseh ist ein Musterbeispiel – oder bauen sie in Fabeln und Heldengeschichten ein. Der Verlust wäre also nicht nur ein ökologischer. Viel Zeit bleibt den Löwen und ihren Bewahrern aber wohl nicht mehr, befürchtet Andrew Jacobson von der Duke University: "Die nächsten zehn Jahre sind entscheidend nicht nur für die Löwen, sondern für die gesamte Artenvielfalt der afrikanischen Savannen. Um den Löwen überhaupt so etwas wie eine reelle Chance zu geben, müssen wir uns gewaltig anstrengen."