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Kaffernbüffel, Schwarzbüffel, Afrikanischer Büffel

Kaffernbüffel oder Afrikanischer Büffel

Der Kaffernbüffel (Syncerus caffer), auch Schwarzbüffel, Afrikanischer Büffel oder Steppenbüffel, ist ein Wildrind Afrikas. Weitere Wildrinder sind Savannen- bzw. Grasbüffel, Virunga-Büffel, Rotbüffel bzw. Waldbüffel. Kaum ein Tier der afrikanischen Wildnis ist so gefährlich wie der Kaffernbüffel. Er ist nach dem Nashorn für den Tod von Menschen, die durch Tiere getötet wurden, verantwortlich. Nicht Löwen oder andere Raubtiere! Vor allem verwundete oder ältere Einzelgänger, die in die Enge getrieben werden, greifen Menschen an. Allerdings werden Kaffernbüffel nur dann aggressiv, wenn sie sich bedroht fühlen. Auf Safaris sind sie in der Regel sehr friedlich. Doch ist eine Büffelherde in Rage geraten, ist sie nicht mehr zu stoppen.

Kaffernbüffel in Afrika

Kaffernbüffel
Kaffernbüffel CC0, Pixabay.com

Merkmale des Kaffernbüffels

Charakteristisch sind der robuste Körperbau und die bis zu 1,50 Meter ausladenden, abwärts geschwungenen Hörner. Bullen des Kaffernbüffels erreichen eine Schulterhöhe von 1,5 bis 1,7 Metern. Ihre Kopf-Rumpf-Länge beträgt 2,4 bis 3,4 Meter. Sie wiegen bis zu 1.000 Kilogramm. Beide Geschlechter tragen ausladende Hörner über den Ohren. Kälber werden dicht behaart geboren. Das braune bis schwarze Fell wird mit zunehmendem Alter spärlicher. Alte Tiere sind fast nackt.

Lebensraum des Kaffernbüffels

Der Kaffernbüffel kommt in weiten Teilen des östlichen und südlichen Afrikas vor. Die größten Bestände existieren in Feuchtsavannen. Hier finden die Büffel ganzjährig Trinkwasser, Nahrung (Gräser) und Dickicht.

Schlammbad im Krüger Nationalpark

Kaffernbüffel im Krüger Nationalpark
Kaffernbüffel im Krüger Nationalpark CC0, Pixabay.com

Lebensweise der Kaffernbüffel

Kaffernbüffel leben in Herden von von einigen Dutzend bis mehreren Tausend Tieren. Die Herden bestehen aus miteinander verwandten Weibchen und ihren Jungtieren sowie Bullen unterschiedlichen Alters. Jahreszeit und Angebot an Nahrung und Wasser bestimmen die Herdengröße. Größere Herden gibt es in der feuchten, kleinere in der trockenen Jahreszeit. Sie bleiben über Jahre in ein und demselben Revier. Die hierarchische Struktur einer Herde besteht aus dominanten Weibchen. Sie führen die Herde an. Ihnen folgen Kühe mit sehr jungen Kälbern und Jungtieren. Tiere mit untergeordnetem Status laufen am Ende. Bullen leben einzeln oder schließen sich zu Junggesellengruppen mit einer Größe von 5 bis 10 Tieren zusammen. Die jungen Bullen kämpfen ständig um das Paarungsvorrecht.

Kaffernbüffel-Herden halten sich in Gebieten von 100 bis über 1000 Quadratkilometern auf. Innerhalb dieser Gebiete wandern sie zu Wasser- und Weidestellen. Im Krüger Nationalpark in Südafrika durchschnittlich 3,35 Kilometer täglich, in der Serengeti bis zu 30 Kilometer.

Typisch für Kaffernbüffel sind Schlammbäder, da sie schlecht an Hitze angepasst ist. Generell sind Kaffernbüffel eher still. Bekannte Lautäußerungen sind ein Grunzen und Schnaufen. Es wird ausgestoßen, wenn ein Tier alarmiert ist oder zu Laufen anfängt.

Fressender Kaffernbüffel

Fressender Kaffernbüffel
Fressender Kaffernbüffel CC0, Pixabay.com

Nahrung des des Kaffernbüffels

Der Afrikanische Büffel ist ein pflanzenfressender Wiederkäuer. Die Hauptnahrung besteht aus langhalmigen Gräsern, Wildkräutern, Akaziengewächsen und Büschen je nach Jahreszeit. Ein Büffel muss täglich rund 2,2 % seiner Körpermasse vertilgen. Das sind etwa 14 bis 15 Kilogramm. Da der Kaffernbüffel von Wasser abhängig ist, entfernt er sich selten weiter als 8 bis 20 Kilometer von offenen Wasserstellen. Auf der Suche nach Nahrung und Wasser durchstreifen Kaffernbüffel ihr angestammtes Territorium auf festen Routen. Afrikanische Büffel müssen jeden Tag abhängig von der Futtersituation ein- oder zweimal trinken.

Paarung des des Kaffernbüffels

Kaffernbullen sind mit 8 bis 9 Jahren voll geschlechtsreif, Kaffernkühe mit vier oder fünf Jahren. Bullen testen die Empfangsbereitschaft der Kühe durch Beschnuppern der Geschlechtsorgane oder des Urins. Die Paarung kann beim Kaffernbüffel prinzipiell das ganze Jahr über erfolgen. Paarungswillige Bullen legen ihr Kinn auf den Rumpf der Kuh und signalisieren so ihre Bereitschaft. Die Kuh wiederum erwidert dies durch Stillstehen und Schwanzbewegung. Die Kopulation währt eher kurz und wird innerhalb von 30 Minuten mehrfach wiederholt. Die Tragezeit der Kühe dauert bis zu 11,5 Monate. Das Geburtsintervall beträgt 15 bis 24 Monate. Meist kommt nur ein Kalb zur Welt, das 39 bis 41 kg schwer ist. Es wird ein bis anderthalb Jahre gesäugt. Der weibliche Nachwuchs verbleibt zumeist in der Herde, der männliche verlässt sie später. Das Geburtsgewicht schwankt leicht mit der Jahreszeit und dem Nahrungsangebot. In der Serengeti werden Paarungen von November und zunehmend bis Juli beobachtet.

Kaffernkuh mit Jungtier

Kaffernkuh mit Jungtier
Kaffernkuh mit Jungtier CC0, Pixabay.com

Feinde des Kaffernbüffels

Außer dem Menschen haben Kaffernbüffel wenige natürliche Feinde. In freier Wildbahn erreichen Sie ein Alter bis zu 20 Jahren. Kranke, alte oder noch sehr junge Büffel werden von Leoparden und Löwen bejagt. Gefährlich wird es für Büffel in Flüssen. Nilkrokodile fallen sie beim Trinken oder Durchqueren eines Flusses an. Außerdem sitzen zahlreiche Parasiten im Fell der Kaffernbüffel. Madenhacker befreien sie von Haut- und Fellschmarotzern. Die Vögel mit den gelben und roten Schnäbeln erhalten so Nahrung und Haare zum Nestbau.

Löwe als Feind des Kaffernbüffel

Löwe als Feind des Kaffernbüffels
Löwe als Feind des Kaffernbüffels CC, Wikipedia, Diamond Glacier Adventures

Wo finden Sie Kaffernbüffel?

Der Gesamtbestand an Kaffernbüffeln wird auf etwa 670.000 Tiere geschätzt. Anzutreffen sind sie im südlichen Äthiopien, im Nordosten von Somalia, am Mount Kenya in Kenia, Tansania, Uganda und im äußersten Osten und Südosten der Demokratischen Republik Kongo in Ostafrika. Sie leben auch in Sambia, Simbabwe, Mosambik, Südafrika, im Nordosten von Namibia und Süden von Botswana. Große Kaffernbüffel-Herden gibt es heute nur noch in Reservaten. Im Lake Manyara Nationalpark in Tansania kann der Kaffernbüffel mit rund 20 Tieren je Quadratkilometer auftreten. Im Ngorongoro Krater in Tansania liegt die Populationsdichte bei etwa 11, in der Serengeti bei 8 Tieren auf einer vergleichbar großen Fläche.

Bedeutendste Schutzgebiete der Kaffernbüffel

  • Serengeti National Park in Tansania,
  • Lake Manyara Nationalpark in Tansania,
  • Chobe Nationalpark in Botswana,
  • Hluhluwe iMfolozi Nationalpark in Südafrika,
  • Krüger Nationalpark in Südafrika,
  • Chebera Churchura Nationalpark in Äthiopien.

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